Abgelegt um
11 Uhr 15 bei Moselkilometer 27
Vorm Ablegen
im Hafen in Brodenbach sahen wir schon einen großen Schubverband
moselaufwärts fahren. Chris entfleuchte bereits ein „Sch…“.
OK. Alles
hilft nichts, wir legen ab und fahren in Richtung Schleuse Müden. Der
Schubverband hat Vorrang an der Schleuse. Wir melden uns an der Schleuse an und
der Schleusenwärter teilt mit, dass er uns eventuell noch vor einem weiteren Berufsschiff schleusen will.
Wir sind
entspannt und ankern vor der Scheuse Müden. Eine Schlauchbootbesatzung mit zwei
Rüdesheimern begegnet uns. Wir haben sie schon am Vortag in einer Schleuse
getroffen. Tatsächlich haben unsere Männer gemeinsame Bekannte mit den Schlauchbootfahrern. Die Welt ist klein. Wir bereiten unseren ersten Ankerdrink – und die Erde ist keine Scheibe! – und es
beginnt zu regnen. Die beiden Schlauchbootfahrer werden kurzfristig zu einem
Drink und einem Mittagssnack eingeladen. Wir haben Bohnensalat, marinierte
Karotten und Reste von Geflügelsteaks vom Vortag. Der Berufsschiffer kommt und
wir müssen weiter vor dieser Schleuse warten. Insgesamt zwei Stunden liegen wir
vor Anker. Unser Zeitplan ist etwas durcheinander geraten durch diese
Wartezeiten.
Wir passieren
dann Cochem und die Schleuse Fankel. Dieses Mal geht es etwas schneller an der
Schleuse, aber unser ursprüngliches Etappenziel Zell an der Mosel können wir
heute nicht mehr erreichen. In der Schleuse haben wir einen Kurzbesuch von zwei
„Klotouristinnen“, die unsere Infrastruktur nutzen müssen, weil ihr
Schlauchboot keine Toi aufweist. Wir legen im Hafen Senheim an, ein Hafen mit
anschließendem Campingplatz, mit Infrastuktur, also Duschen, Toiletten und
sogar einem kleinen Geschäft, in dem man sich mit den Dingen des täglichen
Bedarfs eindecken kann.
Wir dürfen
sogar auf unserem Boot grillen und das tun wir dann auch. Wir haben noch Fleischvorräte
von zu Hause, die wir „abarbeiten“ wollen. Moni und ich bereiten einen
Tomaten-Gurkensalat mit Feta und Oliven. Bei Bier und einem „Derren“
beschließen wir den Abend. Ein Hinweis noch in eigener Sache: Trotz
bestmöglicher mobiler Ausstattung mit internem WLAN ist die Netzabdeckung im
Moseltal anscheinend in den dünner besiedelten Gebieten sehr schwach. Meinen
Blog schreibe ich zunächst offline, damit nichts vergessen wird und füge ihn
dann bei besserem Netzzugang in die url ein. Auch das Hochladen der Screenshots
des Tracks funktioniert nicht wie wünschenswert, aber dafür sind wir ja auch im
Urlaub. Whatsapp dagegen funktioniert prima. Unsere Freunde sind immer auf dem
Laufenden!

Auch wenn nicht alles nach Wunsch geht, immer gute Laune beibehalten.
AntwortenLöschenEuer Weg ist noch lang, aber "der Weg ist das Ziel"
Weiterhin alles Gute .... Marlies & Horst